On the Road

Hallo liebe Leser,

ich versuche weiterhin meine Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken aus Australien zu vermitteln. Zeitlich gesehen findet dieser Eintrag Ende Januar bis Mitte Februar statt. Ich versuche aufzuholen und bleibe dran. Bis dahin, viel Spaß beim Lesen

Die ersten Wochen mit meinem neuen Camper Sunny waren die ersten entspannten Wochen seit meiner Ankunft in Australien. Die Zeit bei meinen helpx-Hosts Heidi und Paul waren nicht anstrengend, aber ich hab mich die ganze Zeit um Arbeit bemüht und konnte somit nie richtig abschalten. Dies hatte sich während meiner Zeit bei Paul geändert! Ich hatte lediglich eine Bewerbung geschrieben, die nix mit Softwareentwicklung zu tun gehabt hat. Der Job war ausgeschrieben als Survey Field Technician. Ich hatte keine wirkliche Ahnung was das sein sollte aber es klang (zumindest ein wenig) technisch und ich hab alle erforderlichen Anforderungen erfüllt.

Es ist im Grunde ein Backpacker-Job mit einigen netten Extras. IMG (Infrastructure Management Group) arbeitet für die Gemeinden und untersucht öffentliche Dinge wie Bänke, Zäune, Spielplätze aber auch den Zustand der Straßen und Gehwege. Je nach Projekt ändern sich die Aufgaben und vor allem der Ort. Das heißt, ich reise quasi durch meinen Job durch Australien. Ein weiterer Vorteil ist, dass IMG für die Unterkunft an den jeweiligen Standorten aufkommt 👍. Außerdem waren die Gespräche mit der Personalleiterin sehr angenehm, weswegen ich relativ schnell zugesagt hab. Bis jetzt bin ich mit meiner Entscheidung voll zufrieden.

Wenn das nicht geklappt hätte, würde ich vermutlich mit meinem Auto irgendwo im Wald stehen, viel Sport treiben und hätte bereits mehrere Millionen $ mit ner genialen Idee verdient. Aber jetzt hab ich halt nen besseren Backpacker-Job. Auch nicht schlecht.

Bevor ich zum Headquarter nach Sydney gefahren bin, hatte ich noch einige entspannte Tage rund um Melbourne verbracht.

Eines meiner Ziele war die Macedon Range. Neben diesen fantastischen Ausblick waren die Felsen dort einfach nur ein Traum. Mir hat nur jemand zum Sichern gefehlt, dann hätte ich dort noch mehr Spaß gehabt. So konnte ich lediglich ein wenig bouldern. Damit ich nicht ganz so stark rieche ging’s danach gleich in den nächstgelegenen See. Einfach traumhaft. Genau so stell ich mir nen ordentlichen Tag vor: Wandern – Bouldern / Klettern – Bad im See.

Allgemein fühlten sich diese Tage einfach nur gut an. Endlich war Gewissheit da, wie es weiter geht- obwohl es im Nachhinein betrachtet auch extrem spannend gewesen wäre, einfach nur kreativ zu sein.

Nach einem weiteren Abschied von Des hab ich mich auf den Weg nach Sydney gemacht. Des ist durch ihre Arbeit weiter zur Westküste gereist. Somit haben sich mal wieder unsere Wege getrennt.

“Travel doesn’t become adventure until you leave yourself behind.”

Marty Rubin

Hey hot chick, have fun and enjoy your time! The time with you is always special. All the best. I’m looking forward to see you again – somewhere on this planet 🌏

Die rund 1000km nach Sydney hab ich ruhig angehen lassen. Zum ersten mal sind mir diese lustig aussehenden, Müll essenden Vogelviecher aufgefallen. Als ich ein paar Bilder gemacht habe kamen ein paar Aussies und meinten:

Don’t you dare making photos of this stupid bin chicken. It’s making a bloody mess everywhere!

Ich hab bis jetzt noch nicht heraus gefunden wie die offizielle Bezeichnung dieser Vogelviecher ist, aber jeder Aussie betitelt sie bin chickens und niemand kann sie leiden (ich hab zumindest noch niemanden gefunden, der sie interessant findet).

Am Ende meiner Reise hat ziemlich heftiger Regen eingesetzt. Und zwar für mehrere Tage. Es war der heftigste Regen seit 30 (!!!) Jahren [1] in dieser Region. Glücklicherweise wurden somit die wahnsinnigen Buschfeuer rund um Sydney größtenteils gelöscht. Nebenbei angemerkt sind diese Buschfeuer nur durch die neuen Dürre- und Hitzerekorde [2] im letzten Jahr entstanden. Die Klimapolitik in Australien ist leider, wie in vielen anderen Ländern, einfach nur zum kotzen 🤮.

Durch den im letzten Absatz angesprochenen Regen, musste ich auch ein wenig improvisieren! Vor allem Kochen ist in solch einer Situation nicht ganz so einfach. Zum Glück hatte das nächstgelegene Einkaufszentrum überdachte Parkanlagen. Mein Parkplatz war direkt vor dem Fenster eines Fitnessstudios. Die Leute auf den Laufbändern fanden es meistens ziemlich lustig, mich beim kochen zu beobachten.

So, dass hat jetzt ziemlich lange gedauert zum schreiben. Ich bin mir immer noch nicht sicher, welcher Stil mir am besten beim Schreiben / Kreieren eines neuen Eintrags gefällt. Alles noch in Arbeit. Die nächsten Einträge gehen vermutlich über meine Touren durch Sydney und Melbourne. Bis dahin, Hände waschen nicht vergessen.

Grüße, Lars

🤙

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