Das Summen der Fliegen

Aaaaaah
alles juckt
kitzelt
das Summen der Fliegen allgegenwärtig
Schweiß ein ständiger Begleiter der intensiven Sonneneinstrahlung
irgendwie alles natürlich

Lars Konieczny

Seid gegrüßt Elite,

Meine Abenteuer durch dieses heilige Land gehen immer weiter und ich spüre immer mehr diese starke Verbindung zum Land.

Wenn Aboriginals über Australien sprechen heißt es immer The Land. Viele Geschichten und deren Kunst verweisen auf die starke Verbindung zwischen den Ureinwohnern Australiens und deren Grund und Boden. Es ist deren Heimat und diese unglaublich starke Verbundenheit ist für mich faszinierend. Der Respekt gegenüber der Natur, die detaillierte Kunst und die Geschichten, die für westliche Menschen schwer zu greifen sind, sind Zeugnisse einer reichen Kultur, die verdammt nochmal geschützt und geachtet werden muss! Leider ist dies in Australien nicht wirklich der Fall und Mining Companies zerstören deren Geschichte und heilige Stätten [1]. Australiens Regierung könnte ja mal zum westlichen Nachbar 🇳🇿 schauen. Dort wird die Kultur der Ureinwohner (mittlerweile) geschützt und die Kiwis sind stolz darauf. Zumindest hab ich dies so wahr genommen, auf meinem Trip ,vor 6 Jahren, durch das Land der langen weißen Wolke

Durch meine Freiwilligenarbeit in Ali Curung konnte ich bereits einen Einblick in die Kultur der Aboriginals bekommen. Dies sollte sich, als ich weiter gen Süden zog, nicht ändern. Das Outback ist vor allem weit, flach und heiß. Die Gegend um Alice Springs, dem Roten Mittelpunkt Australiens, hatte jedoch einiges zu bieten. Vereinzelte Gebirgsketten mit Wasserlöchern und grandiosen Ausblicken. Genau das, wonach ich immer auf der Suche bin.

Nachdem ich ein paar Tage um Alice Springs verbracht habe gings weiter zu einem der schönsten und beeindruckten Naturwunder, die ich je mit eigenen Augen bewundern konnte. Nach einer längeren Autofahrt durch totes Land fuhr ich entlang einer langen ausgedehnten Kurve und auf einmal offenbarte sich dieser riesige Monolith in meiner Frontscheibe von Sunny. Wow Uluru. Auch bekannt unter den Namen Ayers Rock, ist dies eine der heiligsten Stätten der Aboriginals. Durch eine Gebühr für diesen Nationalpark erkauft man sich sozusagen die Erlaubnis, um dort zu sein. Normalerweise dürfen heilige Stätten nur mit Erlaubnis der Ältesten besucht werden. Neben Uluru befindet sich Mt Olga, ein weiterer riesiger Monolith in dieser Ebene. Ich hatte extrem viel Glück mit dem Wetter: es regnete. Dies ist ziemlich selten dort und dies hatte u.a. zum Grund, dass nicht viele Besucher dort waren. Dadurch konnte ich beide Naturwunder genießen und auf mich wirken lassen.

Nach meinem Besuch in der Mitte Australiens gings weiter in Richtung Adelaide. Eigentlich wollte ich nochmal in einer Aboriginal Community Freiwilligenarbeit leisten, musste aber südlich in stärker bewohnte Gegenden fahren, da meine Kofferaumklappe nicht mehr auf ging. Die nächste Werkstatt war zu diesem Zeitpunkt mehr als 800km entfernt weswegen ich nicht wirklich nochmal zurück fahren wollte. Dadurch, dass sich die Küche, separat von dem Innenraum, im hinterein Teil von Sunny befindet, konnte ich diese auch nicht von innen öffnen. Das schlimmste daran war, dass ich nicht an mein Essen heran gekommen bin. Nach vier Tagen warten und 200$ weniger ging diese aber wieder auf.

Auf meiner Reise back home, in die Rhythm Hut, wollte ich eigentlich nochmals nach Melbourne. Dies wurde aber durch COVID19 verhindert, das es mal wieder ein paar (<20) Neuinfizierte in Victoria gab und somit der ganze Staat im Lockdown war. Das hieß Victoria umfahren und wieder in das Outback von New South Wales fahren.

Die ganze Tour war geprägt von schrägen, aber interessanten, Menschen, schillernde Hitze, einzigartiger Natur aber auch Einsamkeit und Unbehagen. Mittlerweile bin ich wieder in meiner beloved Rhythm Hut angekommen, um neue Energie für weitere Abenteuer zu sammeln.

Bis dahin, Grüße

Lars

4 Kommentare zu „Das Summen der Fliegen“

  1. Lieber Lars,
    was für tolle Fotos. Ich bin zwar kein Fan von Spinnen, aber das Bild ist dir echt gut gelungen.
    Und der rote Berg, was für ein Traum! Wie warm war es eigentlich im Outback?
    Machste beim nächsten Eintrag ein Foto von deinen Tattoos? Och, bitte!!
    Sei lieb gegrüßt von der Nordhalbkugel!

    1. In den nördlicheren Regionen, im Outback, waren es regelmäßig 40°C (tagsüber). Nachts ist es herunter bis auf schätzungsweise 25°C. Es war definitiv kein Genuß im Auto bei diesen Temperaturen zu schlafen. Ich hatte mir vorher nen 12V Ventilator gekauft, der das Ganze ein bisschen angenehmer gemacht hat. Bin mir noch nicht sicher, ob ich alle meine Tattoos im Blog zeigen möchte. Liegt daran, dass ich es eigentlich als Reiseblog und nicht als “persönlicher Blog” halten möchte. Würde mich freuen, wenn wir uns dieses Jahr noch sehen, dann könntest du meine Tatts selber begutachten.

  2. Bin ja schon immer ein Fan von großen Steinen und Mineralien. Faszination pur. Bring bitte welche mit. Drei große reichen schon.

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